blush Werbung – starke Frauen für eine starke Marke

„Eine der erogensten Zonen der Frau ist ihre Intelligenz.“ Shirley MacLaine

Während viele andere Werbetreibenden ihre Zielgruppen unterfordern, regt blush seine wachsende Anhängerschaft nicht nur visuell, sondern vor allem auch intellektuell an. Seit Jahren geht blush immer wieder auf aktuelle Ereignisse ein und kommentiert sie süffisant. 2006 bezog blush zum ersten Mal Politik mit ein: Man setzte das blush Logo unter ein PR-Foto von Familienministerin von der Leyen mit ihrer Kinderschar und deutete so den Kinderreichtum der Familienministerin kreativ um. Dafür kassierte blush promt eine Unterlassungserklärung. Und den Preis „Anzeige des Jahres“ vom renommierten Lead Award.

Im Februar 2009 schickte blush ein Model in lila Unterwäsche auf den eiskalten Kudamm, um ein neues Stimulationspaket zu propagieren. Die Bundesregierung hatte in der Bankenkrise gerade ein 50 Milliarden Euro Paket durch den Bundestag gewunken. Das von blush kostete nur 89,90.

Viel internationale Aufmerksamkeit und Presse gab es beim zweiten Film in der Reihe: Pardon Paris. Zur Hochzeit der Merkozy-Phase, dem Anbandeln von Merkel mit Sarkozy, zeigt blush mit einem Einmarsch in Paris, wo wirklich die Musik spielt: All eyes are on Berlin. Natürlich auf blush.

Der dritte Film der Trilogie kam im Februar 2013, am 1. Jahrestag des „Punk Prayer“ von Pussy Riot, die gerade zu zwei Jahren Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt worden waren. Model und Kamerateam wagten sich bis zum Roten Platz in Moskau vor, um dort die Botschaft „Free Pussy Riot“ mit heruntergelassener Strick-Balaklawa zu plazieren. Nur knapp entgingen sie einem Zugriff. Den musikalischen Druck steuerte „Peaches“ bei.

Lieber Christian … die Botschaft an den verstrickten Präsidenten  der Bundesrepublik Deutschland machte 2012 Schlagzeilen. Die Forderung nach mehr Transparenz wurde plakativ umgesetzt und von Augsburg bis Zwickau in Zeitungen, Magazinen und Blogs. zitiert. Der Satz findet sich auch auf Wikipedia in der Aufarbeitung zur Causa Wulff. Und natürlich in der „Bild“.

Blush_Plakat_Tansparenz

Noch weitere Kreise zogen die Motive, die sich im Sommer 2013 an „Dear Edward“ richteten. Über Adsoftheworld und Mashable landeten die Motive direkt im US Fernsehen bei USA today Show auf NBC und auf CNN. Glow Chef Johannes Krempl gab Interviews für CNN und die russischen Nachrichtenagentur Ruptly TV, die unter anderem das russische Fernsehen mit Stoff versorgen. Snowden, der zu diesem Zeitpunkt am Moskauer Flughafen festsaß, dürfte also sein Motiv selbst gesehen haben .-) Über die Facebook Seite hatten wir ihm Asyl bei blush angeboten. Das Angebot steht noch.

blush, edward snowden

Snowden ist auch Muse für das nächste Motiv: nachdem die Überwachung von Angela Merkels Handy durch die NSA aufgeflogen war, stand die Bundeskanzlerin nackt da. Da von Pofalla und Friedrich keine Hilfe zu erwarten war, stellte sich blush mit Angelique schützend vor ihre Privatsphäre und zog die Blicke auf sich.

NSA blush Lingerie Obama

Der Spiegel sowie viele weitere weltweite Medien und Blogs sind begeistert von dieser Verdrehung des Zitats von Victoria Nuland, die Vize-Außenministerin der USA. Ihr offenherziges Gespräch mit dem US Botschafter in der Ukraine wurde mitgeschnitten und ins Netz gestellt. Ein Viralhit nicht nur für blush, sondern auch für den russischen Geheimdienst.

blush Fuck the EU

„Dear Swiss“, dieses Motiv löste im größten Magazin der Schweiz, auf 20minuten, eine Megadiskussion über die Richtigkeit der Einwanderungsregelung aus. Nach 108 Kommentaren wurde abgeregelt.

blush_wisdom_spy_Swiss_140218

Die Sexismusdebatte in Berlin nahm blush im März 2014 zum Anlass, die Beschlüsse des Bezirksparlaments Berlin Kreuzberg-Friedrichshain konsequent weiterzudenken. In dem berliner Bezirk sollen Plakate vor Veröffentlichung auf „Sexismus“ kontrolliert werden.

blush Sexismus

blush ADAC

blush Uli Hoeneß

Besonders schön hat die Welt die politische Kampagne von blush und glow zusammengefasst. Dieser Artikel nutzt den blush Case als Lehrmaterial.

Das schönste an der Kampagne sind die Ergebnisse: Blush hat sich in den Jahren hervorragend entwickelt. Die Marke hat sich fest als junges, innovatives Dessouslabel in Deutschland etabliert und wird mittlerweile im KaDeWe, Im Alsterhaus, bei Oberpolinger, bei Ludwig Beck und in den Galeries Lafayette in Berlin sowie 35 weiteren ausgewählten Wäsche- und Dessoushops in Deutschland, Dänemark und Italien verkauft. Der Onlineshop ist hervorragend gestartet und verzeichnet zweistellige Wachstumsraten. Ein Pressedurchlauf eines Motivs lässt dabei die Klickraten im Shop um ein Vielfaches ansteigen.

Warum wirkt die blush Kampagne so frisch und aufmerksamkeitsstark? Um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, wählt man eben am besten ein Thema, das sie eh gerade beschäftigt. Der freche Kommentar zum Zeitgeschehen ist gerade in der Social Media-Gesellschaft wertvoll, in der Konsumenten auch Publisher werden, die Inhalte kommentieren und teilen. Die so erzeugten Viral-Effekte sind Mehrwert für Marken, erzeugen echtes Involvement und Marken-Sympatiewerte, die mit Mediageld schwer zu erreichen sind.

Johannes Krempl

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  1. Pingback: blush provoziert Pegida – die verzweigte Geschichte eines Facebook Posts | glow-berlin

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