glow feiert die Freiwilligenhauptstadt 2021 und das WIR

Berlin ist im Jahr 2021 European Volunteering Capital / Europäische Freiwilligenhauptstadt. Mit dem Titel zeichnet das Brüsseler European Volunteer Centre (CEV) aus, was Berlin als Land und Kommune in der Freiwilligenarbeit leistet. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der aktuellen Freiwilligenhauptstadt Padua (Italien) wird der Titel am 5. Dezember 2020, am Internationalen Tag des Ehrenamts, offiziell an Berlin
übergeben.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller zur Staffelübergabe: „Berlin freut sich über
den Titel ‚Europäische Freiwilligenhauptstadt‘. Die Auszeichnung würdigt das
Engagement der vielen Ehrenamtlichen in unserer Stadt und motiviert dazu, diese Arbeit
fortzusetzen. Jede dritte Berlinerin und jeder dritte Berliner engagiert sich, sei es im Sport,
in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Kultur, im Umweltschutz oder auch in der
Nachbarschaftshilfe. Gerade in diesen Krisenzeiten spüren wir alle, wie wichtig es ist,
dass Menschen für andere da sind. Als Europäische Hauptstadt des freiwilligen
Engagements wollen wir zeigen: freiwilliges Engagement ist das Fundament für Freiheit,
Zusammenhalt und eine Stärkung der Demokratie.“

Im Auftrag von Berlin Partner hat glow das Label und die Kampagne für die Kommunikation der Freiwilligenhautpstadt übernommen. Das Logo zeigt, wie die vielen Freiwilligen die Stütze der Stadt Berlin darstellen.

glow mischt sich in US-Wahlen ein

Am Alexanderplatz steht das wahrscheinlich größte Werbeschild für das Duo Biden Harris in Europa. Die Berliner Agentur  glow hat das Schild aus amerikanischen Vorgärten in die Berliner Innenstadt geholt. Die Wahl in den USA betrifft längst nicht nur die Amerikaner. Die ganze Welt ist polarisiert und gespalten. Europa ist dabei stark auf der Seite Bidens. Am meisten die Dänen. Dort wünschen sich laut einer Umfrage von YouGov 80% einen Sieg des Demokraten. In Deutschland sind es 71%. Immerhin 11% würden Trump wählen. Die meisten Trump Fans gibt es mit 20% in Italien, gefolgt von Schweden mit 18%. Allerdings glauben nur in Dänemark mehr als die Hälfte, dass Biden die Wahl wirklich gewinnt. In Deutschland glauben es nur 46%. 

Daumen runter für Trumps Präsidentschaft. Die Europäer sind sich einig in der Bewertung der letzten vier Jahre. In Italien sagen 61%, dass Trump ein schlechter Präsident ist, in Deutschland 76%, in Dänemark sogar 82%. 68% der Deutschen bescheinigen Trump einen überwiegend unehrlichen Wahlkampf. 

In Asien sind die Fronten offenbar weniger klar. Viele Länder wie Taiwan, Vietnam oder Südkorea versprechen sich durch Trump Rückenwind gegenüber der asiatischen Großmacht China
So wird der Wahltag zu einer epischen weltweiten Mediaschlacht zwischen Biden und Trump, zwischen Fakten und alternativen Fakten, zwischen Wissenschaft und Aberglauben, zwischen Weltsicht und Nationalismus, zwischen Weltmacht und Wahnsinn. 

glow communication mischte und mischt sich seit Jahren für die Caritas, die offene Gesellschaft, die Polizei Berlin, den Berliner Senat, die Jungen Unternehmer, den Unternehmerverband Gesamtmetall und für das Dessouslabel blush ins politische Geschehen ein. 

Was Pressefreiheit mit Purpose zu tun hat …

Antje Jungmann, Pressesprecherin des VDZ hat Johannes Krempl, Gründer und CCO der Agentur glow interviewt über Pressefreiheit, Purpose und die sei 2015 laufende Kampagne für Pressefreiheit.

AJ: Mit Ihrer Agentur Glow sind Sie seit 5 Jahren unser Kreativ-Partner der Pressefreiheits-Kampagne. Was bedeutet Ihnen dieses Engagement?

JK: Die Wichtigkeit von Pressefreiheit spürt man erst, wenn sie gefährdet ist. Wenn Presse pauschal als „Fake News“ oder Lügenpresse diskreditiert wird, wenn Journalisten bedroht, verfolgt und getötet werden, wenn Redaktionen attackiert werden, merkt man, wie wenig selbstverständlich sie ist. Apropos: Das Positive an Trump ist, dass er uns vor Augen führt, wie wenig selbstverständlich all das ist, was wir vor drei Jahren als selbstverständlich erachtet haben. 

Der VDZ gehört mit seiner Kampagne für die Pressefreiheit zu unseren Lieblingskunden. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, spürt man, dass Pressefreiheit grundlegend ist — nicht nur für unsere Arbeit als Kommunikationsagentur, sondern für Politik, Wirtschaft, für unser ganzes alltägliches Leben. 

AJ: Was gefällt Ihnen an der Kampagne selbst am besten, woran erinnern Sie sich besonders gern in den letzten 5 Jahren?  

JK: Am spannendsten war das erste Motiv. Einen Tag nach dem Attentat auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo rief mich Peter Klotzki, damals Geschäftsführer Kommunikation des VDZ an, um mit mir zu beratschlagen, wie der Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger reagieren könnte. Ein direkter Angriff auf die Presse im Nachbarland. Wir wollten es aber nicht bei einer Solidarisierung belassen, sondern Einigkeit zeigen. In nur 24 Stunden entwickelten wir Motivvorschläge. Umgesetzt wurden zwei Motive, ein Typomotiv und ein weiteres Motiv. Es zeigt neben einem gebrochenen Bleistift, dem Symbol des Angriffs, ein ganzes Bündel Bleistifte, die dadurch unbrechbar sind. Ein Symbol für die Einigkeit des Verbands. 

AJ: Was empfehlen Sie Kunden, die sich gern etwas mehr „Purpose“ verleihen wollen?

JK: Die Kampagne für Pressefreiheit hat die durchaus heterogenen Mitglieder des VDZ (kleine Verlage vs. große Verlagshäuser, Fachverlage vs. Publikumszeitschriften, Goldenes Blatt vs. Der Spiegel) hinter einem gemeinsamen Thema vereint und so dem Verband eine große sichtbare Klammer gegeben. Purpose ist ein relativ neuer Begriff im Marketing, aber ein grundlegender. Purpose fordert, dass sich ein Unternehmen zu einem großen Ziel bekennt, das mehr sein muss als Geld verdienen. Purpose ist auch eine Forderung der Mitarbeitenden. Sie wollen Sinn in ihrer Arbeit spüren, mehr sein als Teil einer Geldmaschine. Insofern ist ein guter Purpose eine große Motivationsmaschine, um Mitarbeitende zu binden und ihnen jeden Tag bei der Arbeit ein gutes Gefühl zu geben. „Ich bin Teil von etwas Sinnvollem.“ Dieses Gefühl stellt sich bei den Verbandsmitgliedern und Gästen spätestens bei der Verleihung der Goldenen Viktoria für Pressefreiheit ein. 

AJ: Im weitesten Sinne zählen Sie als Agentur auch zu den „Werbern“/Werbetreibenden? Was bedeutet Ihnen Pressefreiheit als „Werber“?

JK: Als Kreative loten wir ständig die Spielräume aus, die sich bieten. Wir sind auf Freiheit angewiesen. Im Moment gibt es allerdings trotz Pressefreiheit viele Dinge, die man nicht sagen darf oder schwer sagen kann. Die Genderdebatte ist spannend und herausfordernd. Einerseits wissen wir, wie Sprache wirkt und dass männliche Sprache männliches Denken stützt. Andererseits hat man sich noch nicht auf neue genderneutrale Formen geeinigt. Wir müssen hier eine neue Sprache erarbeiten, in der wir wieder frei reden können.

AJ: Bei aktuellen Debatten könnte man meinen, dass die Politik kein Vertrauen in ihre „mündigen Bürger“ hat, fast alles reglementieren will. Bleibt der mündige Bürger auf der Strecke?  

JK: Pressefreiheit ist eine Zumutung. Wie soll man denn die Welt verstehen, wenn man Dinge so und auch anderes sehen kann? Wenn man sich streiten kann und muss, um zur Wahrheit zu finden. Mehr und mehr Menschen fühlen sich verunsichert von der Freiheit und suchen einfache Wahrheiten. Wollen an die Hand genommen werden. Aber Pressefreiheit und Meinungsfreiheit müssen wir auch aushalten. Und der Staat muss aushalten, dass diese Freiheit auch genutzt wird, es zu Kontroversen führt. 

AJ: In die Zukunft geblickt: Gibt es schon neue Ideen und Ansätze für Motive 2021? 😉

JK: Wir haben 2021 Bundestagswahl. Da spielt Presse und Meinungsfreiheit eine große Rolle. Zumal die Publishers Night und die Verleihung der Goldenen Viktoria in die Wahlzeit fällt und wir eine neue Bundeskanzlerin oder einen neuen Bundeskanzler haben werden. Tatsächlich haben wir schon einige schöne Motive gehabt und es wird nicht leichter, Motive auszudenken. Aber eine gute Kampagne ist wie guter Wein: Sie wird mit der Zeit immer besser. 

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