Caritas und glow machen sich stark für Generationengerechtigkeit und Integration

Neue integrierte Jahreskampagne startet mit Online-Demonstration und Mitmach-Format „Bundesgenerationenspiele“ mit Schirmherr Sebastian Krumbiegel

Caritas_GenerationengerechtigkeitErstmals startet die neue Jahreskampagne des Deutschen Caritasverbandes e.V. mit der Agentur glow in Berlin. Die Agentur hatte sich den Etat Anfang des Jahres 2015 in einem Pitch gesichert. „Ich freue mich, mit glow eine Agentur gefunden zu haben, die große Ideen hat und sie auch noch für alle gewünschten Kanäle umsetzen kann,“ so Barbara Fank-Landkammer, die Referatsleiterin Referat Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising, die bei der Caritas die Kampagnenarbeit verantwortet. Die Caritas stellt 2016 das Thema Generationengerechtigkeit in den Fokus, die trotz Flüchtlingszustrom das große Zukunftsproblem Deutschlands darstellt.

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Was für ein Jahr!

Flüchtlingskrise, Pegida, Auftritte von Merkel und Gauck – all das spielte auch bei unseren Kunden eine Rolle. Wir freuen uns, dass wir für unsere Kunden daraus spannende, lustige, traurige, nachdenklich machende Kommunikation machen durften. Gute Unterhaltung bei unserem Jahresrückblick 2015. glow_Weihnachten_2015_gif.gif

Kinder sind kein Sexspielzeug!

Neue Kampagne von glow und Innocence in Danger zum „internationalen Tag gegen Kindesmissbrauch“ warnt mit drastischen Bildern.

Innocence in Danger Sex Spielzeug Kindesmissbrauch SexpuppeZum „internationalen Tag gegen Kindesmissbrauch“ am 19. November startet die Berliner Agentur glow für den Verein Innocence in Danger eine neue Print- und Postkartenaktion. Die Bilder zeigen Kinder wie sie täglich von Pädokriminellen im Netz als „Sexspielzeug“ gesucht werden. Laut Schätzungen der UN und des FBI sind zu jeder Sekunde 750.000 Pädokriminelle online. Sie suchen digital Kontakt zu Kindern, um sie im realen Leben zu treffen und zu missbrauchen. Andere begnügen sich mit Bildern von Kindern, um sich sexuelle Befriedigung zu verschaffen. Wieder andere verkaufen, tauschen und handeln mit Kinderbildern. Im Netz können Täterinnen und Täter Mädchen und Jungen ungestört beobachten und über Plattformen, Spiele oder Chats kontaktieren.

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Spot der Caritas zur Flüchtlingsthematik polarisiert

Der Spot von glow und dem Fotograf Timo Stammberger zeigt, was aus den Flüchtlingen werden kann – schon 2 Millionen Aufrufe und über 2.600 Kommentare

Die Onlineredaktion des deutschen Caritasverbands macht Überstunden. Seit dem 21. Oktober ist der neue Spot zur Flüchtlingsthematik auf dem Caritas Facebook-Kanal und schon in den ersten Minuten prasselten die Kommentare ein. Viele der mittlerweile über 2.400 Kommentare sind kritisch – bis hin zu Hasskommentaren. Geduldig und schnell antworten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Caritasverbands allen Kommentargebern. Mittlerweile wurden auch viele ausdrücklich lobende Kommentare nach oben geliked. „Uns war klar, dass es nicht nur positive Stimmen geben würde, aber wir finden es in der Flüchtlingskrise wichtig, die Chancen der Menschen und die Chancen für Deutschland in den Fokus zu rücken“, meint Frau Barbara Fank-Landkammer, Leiterin des Referats Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Caritasverbands. Weiterlesen

Innocence in Danger verführt Täter – auf Infoseite

pädophil, nackter sexy junge, in der duscheDas neue Video der Kinderschutz Organisation „Süßer Junge“ will pädophile Täter vor sich selbst schützen.

Am 23. Februar 2015 beginnen die Verhandlungen im Fall Edathy im Landgericht Verden wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie. Bei der Operation Spade gegen Azov Films, ein Netzwerk organisierten Kindesmissbrauchs, wurden 2011 von der kanadischen Polizei über 800 IP Adressen von Tätern in Deutschland ermittelt und an das Bundeskriminalamt weitergeleitet – darunter auch die vom damaligen Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy. Das neue Video von Innocence in Danger (Agentur: glow) versucht, präventiv einzugreifen. Zum Schutz der Kinder, aber auch zum Schutz vor möglichem strafbarem Verhalten von Pädophilen. Das Youtube-Video hat einen badenden Jungen als Startbild und einen reißerischen Titel: „Süßer Junge nackt in der Dusche“. Klickt man darauf, zeigt es nicht den erwarteten Inhalt, sondern nur den typischen Ladebildschirm und stellt dabei unbequeme Fragen. Julia von Weiler, Vorstand von Innocence in Danger, sagt dazu: „Wir wollen mit dem Video klar machen, dass das Anschauen von Missbrauchsabbildungen kein Kavaliersdelikt ist. Wir wollen mögliche Täter und Täterinnen vor sich selbst schützen. Unsere Botschaft: Bitte denken Sie nach und nehmen Sie Hilfe in Anspruch, bevor Sie zum Täter werden.“ Hilfe finden Sie gesammelt unter http://www.innocenceindanger.de/hilfehotlines/

Wie Virals wirken

glow Geschäftsführer Johannes Krempl über eine der erfolgreichsten Kommunikationsstrategien seit 1 Milliarde Jahren

Virals sind Nachfahren der Viren und tragen nicht nur dein gemeinsamen Namen, sondern noch viele weitere Ähnlichkeiten. Diese Ähnlichkeiten habe ich hier einmal zusammengetragen, um der unglaublich effektiven aber auch mysteriösen Kommunikationsstrategie auf die Spur zu kommen. Viel Spaß bei der Lektüre.

 

Selfie mit Folgen

Innocence in Danger nutzt Facebook Lookback-Format, um auf „Sexting“ aufmerksam zu machen.

Die Kinder- und Jugendschutzorganisation Innocence in Danger warnt in einem neuen Spot Jugendliche vor den Gefahren eines neuen Hypes, dem sogenannten „Sexting“. Es bezeichnet das Verschicken von sexualisierten Bildern und ist eine Mischung aus „Sex“ und „Texting“, dem anglo-amerikanischen Wort für SMSen. Der Film der Berliner Agentur glow gestaltet dabei den bekannten „Look back-Film“ zum 10 Jährigen Bestehen von Facebook zu einem „Look ahead“, einem Blick in die Zukunft, um.

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Der schöne Schein

Werbung ist uns heilig. Aus diesem Grund konnten wir auch das Aufregerthema der letzten Wochen nicht ignorieren: Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und sein dezenter Hang zum großen Auftritt. Dadurch geriet er schon seit längerem in den Fokus der Medien. Doch erst als die Kosten für den Umbau seinen Bischofssitz allzu stark aus dem Ruder liefen (Die Baukosten stiegen von ursprünglich geplanten 5,5 Millionen Euro auf 31 Million Euro, u.a. wegen Adventskranzhebevorrichtung: + 100.000 Euro. Die Grenze scheint im Moment allerdings nach oben offen.) und ein Antrag auf Strafbefehl wegen Falschaussage hinzu kam, wurde es zum großen Medienhype. Die Bildzeitung brandete Ihn mit dem Nickname “Protz-Bischof“, die Titanic verfasste ein fiktives Interview mit ihrem Homie T-Bartzt, Stefan Raab parodiert singend den Bling-Bling Bischof und Radio Vatikan bekommt von deutschen Journalisten die Tür eingerannt.

blush Tebartz van Elst

Diese mediale Aufmerksamkeit ist Grund genug, einen Facebook-Post zu dem Thema für unseren Kunden blush zu erstellen. Das funktioniert jedoch nur, wenn der Kunde schnell und unkompliziert eine Freigabe für solch eine spontane Aktion erteilt. Denn nur so kann man Werbung mit aktuellen Geschehen verbinden und interessanter machen. Und während unser Bischof sich zum Gang nach Canossa, pardon Rom aufmacht, warten wir wie der Facebook-Post von den Usern aufgenommen wird.

Hoppla, das geht ja gut los: In nur wenigen Stunden wurde der Post ein dutzend Mal geteilt und fast 10.000 mal gesehen.

Unser Fazit: Tebartz-van Elst macht schlechte Werbung für die römisch-katholische Kirche, aber gute für blush.

 

 

Wann kommt der Nobelpreis für Marketing?

Anlässlich der Verleihung des Nobelpreises für Physik an die Erfinder des Gottesteilchens Higgs und Englert fragt man sich verwundert, warum es ausgerechnet für das pure Ausrechnen eines Miniteilchens einen Nobelpreis gibt, sowie für Physik, Chemie, Literatur, Frieden etc. – nicht aber für Marketing. Zumal man trotz Milliardeninvestitionen zwar das besagte Higgs-Boson entdeckt hat, aber noch lang nicht alle Fragen gelöst sind. Im Gegenteil: „Wir verstehen nur 5% der Materie, die es gibt.“ Das sagt die Präsidentin der Deutschen Physikalischen Gesellschaft Professor Johanna Stachel am 8. Oktober im Heute Journal.

Da können wir Marketingfachleute nur lachen. Dank modernster Methoden zum Testen und Tracken, dank big data und Marktforschung und Metadaten verstehen wir die Werbematerie und unsere Kunden vollständig.

Nun, fast vollständig.

Naja. Ein paar Ungereimtheiten gibt es noch. Schon.

Henry Ford sprach von 50% des Marketinggeldes, die in seinen Augen in einem schwarzen Loch versinken. Ist der Anteil der Dark Marketing Matter heute durch alle neuen Medien, neuen Methoden, neuen Möglichkeiten wirklich kleiner geworden?

Warum wirkt ein halbnackter Footballspieler auf einem Pferd viral? Noch dazu für ein absurd überaltertes Produkt Old Spice, das seinem Markenzyklus längst davongeritten sein müsste? Warum liked niemand ihren tollen Post mit dem sexy Model, aber alle den dummen Kiffern von 9gag?

Warum verkauft Springer seine Zeitungen, mit denen das Verlagshaus doch noch fast sein gesamtes Geld druckt? Warum schauen alle Wetten dass!?, obwohl ganz Deutschland nach der letzten Sendung nur darüber sprach, wie schlecht die letzte Sendung war? Warum lassen sich die billigsten Frauen des deutschen Billig Boulevards auch noch so nennen und drehen freiwillig einen Spot im Dörfchen Billig? Und warum macht das die beworbene Marke nicht sofort kaputt? Warum wissen alle, dass Angela Merkel für nichts steht und alle stehen trotzdem auf Sie? Warum musste Trittin gehen, obwohl er die Zukunft der Steuern vorausgesagt hat? Warum hat das Katzenvideo Nyan Cat 102 Millionen Klicks und ihr teuer produzierter Spot nur 20? Warum verreißen alle das neue iPhone 5s und trotzdem schlägt es alle Vorgänger im Verkauf? Warum wissen alle Verlage, dass man nicht kostenlos Inhalte ins Netzt stellen soll und warum tun sie es trotzdem? Warum wissen alle, dass H&M Klamotten nicht nachhaltig produziert sein können und trotzdem kaufen sie alle? Warum fallen die Medien aus allen Wolken über einen Stuntman, der vom Himmel fällt? Und wo hat die Frau mit den Knopf nur den Bikini her?

Ich fürchte, wenn wir im Marketing wirklich 5% von all dem wüssten, was wir machen, wüssten wir mehr. Und wenn wir wirklich was wissen, wird Marketing auch zu einer ernst zu nehmenden Wissenschaft und dann möglicherweise auch nobelpreisfähig. Vielleicht würde es auch nur völlig langweilig … Denn das schöne an unserem Beruf ist ja, dass wir nicht 20 Jahre ein einziges winziges Teilchen suchen, sondern jeden Tag das nächste riesengroße Ding.

Zum Glück sind Sie ja schon Nobelpreisträger – sogar Friedensnobelpreisträger. Der ging ja letztes Jahr an die Einwohner von Europa. Also an Sie und mich. Gratuliere noch mal!